Unterricht in Zeiten von Corona
Digitales Lernen an der HLS/TS Triesdorf

Die Schule ist zu, was nun? Der Unterricht geht weiter!

Die Lehrkräfte der Technikerschule und Höheren Landbauschule in Triesdorf nutzen derzeit alle verfügbaren Medienkanäle, um den Unterrichtsstoff auch außerhalb des Klassenzimmers zu vermitteln. Das Internet bietet dazu vielfältige Möglichkeiten. Peter Weyman von der Abteilung Bildung an der Staatlichen Führungsakademie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Landshut unterstützt seit Jahren die Lehrkräfte an den Fachschulen mit entsprechender Medienkompetenz, so auch in diesen Tagen.
Virtuelles Klassenzimmer eingerichtet
Der Unterricht findet in einigen Fächern zum Beispiel über Videokonferenzen in Webex statt. Die Studierenden treffen sich nach einem festen Stundenplan im virtuellen Klassenzimmer und folgen den Erläuterungen der Lehrer. Mit kurzen Videoeinheiten, Learning Apps oder Google-Formularen wird auch hier der Unterricht abwechslungsreich gestaltet. Das Skript zum Thema wird per E-Mail vorab gesendet. Fragen werden über die Chat-Funktion gestellt und von der Lehrkraft direkt beantwortet. Das direkte Videogespräch wäre möglich, bei einer großen Teilnehmerzahl aber verwirrend.
Stundenplan, Skripten, Arbeitsblätter und Musterlösungen aller Lehrkräfte stehen auf dem Schulserver bereit, auf den die Studierenden Zugriff haben. Alle Lehrkräfte stehen über E-Mail und telefonisch in der Schule oder im Homeoffice für Hilfestellung und Fragen zur Verfügung. Die Studierenden nutzen das Angebot dankbar, stehen doch die Prüfungen an, wenn es irgendwann wieder heißt: Bitte die Klassenzimmertüre schließen und hinsetzen, der "normale" Unterricht beginnt.

Einige Stimmen der Studierenden zum Fernunterricht

  • Florian B.: "Ich möchte mich dafür bedanken, dass der Unterricht nach der überraschenden Schulschließung schnell weiter gehen konnte, dank des Engagements der Schule und der Lehrkräfte."
  • Karin M.: "Das Angebot mit der Videokonferenz ist sehr gut. Allerdings bin ich wegen des überlasteten Netzes und unserer schlechten Infrastruktur zweimal aus der Sitzung geflogen. Dies ist dennoch ein guter Weg, sich den Lerninhalt zu erarbeiten."
  • Sebastian K.: "Die Menge des zu bearbeitenden Materials ist sehr üppig. Vor allem in den betriebswirtschaftlichen Fächern ist die Aufgaben- und Informationsdichte sehr hoch. Für die Bearbeitung der Aufgaben und Skripte benötigen wir mehr Zeit als im analogen Unterricht. Zudem hat man doch mehr Erklärungsbedarf. Da erweist sich den Onlineunterricht schon als gute Ergänzung zum Skript."
  • Jakob B.: "Auch wenn ich weiß, dass unsere primäre Aufgabe zurzeit die Schule ist, erfordert die aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation zusätzliches Engagement. Viele Studierende engagieren sich zum Beispiel in Feuerwehren, im Roten Kreuz, in der Landjugend und sind zurzeit stark eingespannt, z.B. in der Errichtung von Notfallkliniken, Blutspendeaktionen, Einkaufshilfen usw. Zusätzlich belastet die Situation der Betriebe viele Studierende. Bei mir fallen mehrere Saisonarbeitskräfte aus, die von der Familie ersetzt werden müssen."
  • Renate F.: "Wie geht es weiter? Kann ich meine bereits zugesagte Arbeitsstelle antreten? Bekomme ich ein Zeugnis? Wann soll ich meine Wohnung in Triesdorf kündigen? Diese Fragen beschäftigen mich sehr."
Schulleiter Fritz Gronauer-Weddige und die anderen Lehrkräfte stehen im ständigen Austausch mit den Studierenden. Er macht Ihnen Mut und Hoffnung, dass der angestrebte Abschluss erreicht werden wird.
Text: M. Jedamksi, H. Böll; Fotos: privat