Biodiversität Thema beim Praxistag der Triesdorfer Schulen
Grundlegendes, praxistaugliche Maßnahmen und Wertschöpfung

Fast 300 interessierte Zuhörer aus den Triesdorfer Fachschulen und der Hochschule haben sich am 4. Dezember 2018 über das Zukunftsthema Biodiversität im Alten Reithaus informiert.

Prof. Dr. Rudner, Dekan der Fakultät Umweltingenieurwesen in Triesdorf, gab einen Überblick über Entwicklungsschritte der Artenvielfalt von der Eiszeit bis heute. Vor allem im Grünland reduzieren sich Arten deutlich aufgrund der Entwicklung der Schnitthäufigkeit.
Wertschöpfung durch Blühstreifen
Große Aufmerksamkeit erntete Gerd Schonder, ein praktizierender Landwirt aus Schönthal. Er leitet die Betriebsgemeinschaft BG Neuhof, die über 2.000 Hektar bewirtschaftet. Zusammen mit einer Mühle wurde das Konzept Blütenkorn (www.bluetenkorn.de) entwickelt, was im Wesentlichen die Anlage von Blühstreifen beinhaltet. Die örtlichen Imker und regionale Bäcker sind mit im Boot und bringen eine erstaunliche Wertschöpfung für den Betrieb. "Es ist nicht nur Wertschöpfung, sondern es macht auch Freude", ermunterte Gerd Schonder die Zuhörer.
Über andere praxistaugliche Maßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität referierte Tobias Pape vom Planungsbüro Grünweg. Marion Lang, Bayerische KulturLandStiftung, zeigte Produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen auf, die Eingriffe in den Naturhaushalt nach raumbedeutsamen Baumaßnahmen ausgleichen können.

Themen und Referenten des Praxistags

  • Warum ist das Thema Biodiversität so wichtig?
    Prof. Dr. Michael Rudner, HSWT
  • Erfahrungen eines Planers über praxistaugliche Maßnahmen zur Biodiversität in der Landwirtschaft
    Tobias Pape, Planungsbüro Grünweg
  • Wertschöpfung durch Biodiversität Projekt "Blütenkorn" mit Bäckerinnung
    Gerd Schonder, Betrieb BG-Neuhof, Schöntal
  • Produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen - neue Ansätze für die Praxis
    Marion Lang, Bayerische KulturLandStiftung